Freitag, 26. November 2010

Jagdpostille Nr. 8

Susanne Schmich / pixelio.de     
Der Rothirsch; Ein vorbildlicher Energiesparer -  
Deutsche Wildtier Stiftung: http://bit.ly/g5JEMU

Jäger darf nicht mit Pumpgun auf Jagd gehen -
net-tribune: http://bit.ly/elSV2h

Jäger, Sportschützen, Naturbeobachter, Dachbodenkrämer aufgepasst! Zeiss sucht alte Ferngläser und Zielfernrohre: http://tinyurl.com/2cewxbs
 

Donnerstag, 25. November 2010

Jagdpostille Nr. 7

Susanne Schmich / pixelio.de     
Wachtel-Hündin überlebt 23 Tage in Felsspalte -
jagderleben.de:

Imposantes Video: Kämpfende Keilder in der Rauschzeit! - GEO.de:

Wenn das Reh zum Nashorn wird -
DJV:

Mittwoch, 24. November 2010

Urteil bestätigt: Fangschuß auf Wolf ist und bleibt strafbar

Vor fast genau einem Jahr hatte das Amtsgericht Dannenberg einen Jäger verurteilt, der einem Wolf den Fangschuss gab, nachdem das Tier zuvor durch einen anderen "Jagdscheininhaber" angeschossen wurde. Der Fall und das Urteil über den Wolfsabschuss sind seither intensiv diskutiert worden. Darf ein Jäger ein streng geschütztes Tier von seinem Leiden erlösen, wenn dieses erkennbar tödlich verletzt ist? Abseits rechtlicher Fragen sprechen hier sowohl einige Gründe dafür, als auch dagegen. Einerseits scheint es schwer erträglich, ein leidendes Tier über Stunden seinem Schicksal zu überlassen. Andererseits werden dem Jäger schwierige Fragen zur Beantwortung übergeben. Nicht selten wird sich nämlich der Gesundheitszustand eines Tieres nur schwer einschätzen lassen. Damit stünde man als Jäger mit der Entscheidung für einen Fangschuss immer mit dem einem sprichwörtlichen Bein im Gefängnis.

Montag, 22. November 2010

Jagdpostille Nr. 6

Susanne Schmich / pixelio.de     
Neues Jagdgesetz im Saarland erst nächstes Jahr -
Saarbrücker Zeitung:

Langzeitstudie zu Wildunfällen -
Deutscher Jagdschutzverband:

Niedersachsen wartet auf erstes eigenes Wolfsrudel -
DJV:

Donnerstag, 18. November 2010

Fuchs mit Schuhtick

dieter haugk / pixelio.de
Der Herrgott hat wahrlich einen großen Tiergarten: In Föhren bei Trier treibt ein Fuchs mit Schuhtick sein Unwesen. Erst im vergangenen Jahr hatte sich der Fuchs über die Schuhe in der Gemeinde hergemacht. Sage und schreibe 250 Schuhe hat er binnen einiger Monate entwendet. Auch dieses Jahr hat er wieder ausgiebig zugeschlagen. Zwar gelang es ihm dieses Jahr nur 100 Schuhe zu erbeuten. Aber das Jahr ist  noch nicht vorbei. Womöglich sind die Einwöhner Föhrens aber auch schlicht und ergreifend vorsichtiger geworden.

Schließlich kann sich niemand in Sicherheit wiegen. Kein Stück Fußbekleidung ist vor dem Zugriff gefeit: Sandalen sind dem Fuchs bisher genau so zum Opfer gefallen, wie Gummistiefel, Turnschuhe und Pumps. Im vergangenen Jahr hat man die Schuhe im Wald wieder eingesammelt und versucht, den Besitzern zurückzugeben. Gleichwohl dürften wohl die meisten der Schuhe nicht mehr zu gebrauchen gewesen sein. Das ist aber nicht der Grund, warum sich der Waldbesitzer Rudolf Reichsgraf von Kesselstatt dazu entschlossen hat, die Schuhe nun im Wald zu belassen. Man hofft so, dass der Fuchs irgendwann für sein Befinden genug Schuhe angehäuft haben wird. Ob es hierzu kommt, darf aber bezweifelt werden. Wer als Fuchs manisch 250 Schuhe sammelt, der dürfte definitiv ein Problem haben und sich kaum veranlasst sehen, bei 300 Schuhen Schluss zu machen.

Mittwoch, 17. November 2010

10 gute Gründe für die Jagd

1. Jagd ist Ressourcennutzung
Jagd ist nichts anderes, als die nachhaltige und schonende Nutzung einer natürlichen Ressource. Wie ein Landwirt seinen Boden bestellt, der Forstwirt seinen Wald, der Fischer sein Gewässer oder wie der Schäfer seine Herde nutzt, so bewirtschaften Jäger den natürlichen Wildbestand auf schonende und nachhaltige Art und Weise. Mit der Jagd gewinnen Jäger in erster Linie und zu aller erst ein hochwertiges Lebensmittel in Form von Wildbret. Wir Jäger sind Delikatessenerzeuger.

Dienstag, 16. November 2010

Die Grünen diskutieren Jagdrechtsänderung auf Bundesebene

Gerade erst haben die Länder damit begonnen, ihre Landesjagdgesetze kraft neu gewonnener Kompetenz nach der Föderalismusreform zu überarbeiten, da manifestiert sich in Berlin Interesse an einer Änderung des Jagdrechts auf Bundesebene.

Am 26.11.2010 lädt die Bundestagsfraktion der Grünen zu einem Fachgespräch in Berlin ein. Titel der Veranstaltung: "Der Wald-Wild-Konflikt - Welches Jagdrecht braucht der Wald?". Nachtigall ick hör' Dir trapsen! Schon der Titel lässt erahnen, aus welcher Ecke die Initiative kommt und wohin die Reise geht. Da hat man seitens der Forstwirtschaft und des ÖJV offenbar einen willigen Erfüllungsgehilfen gefunden. Dabei kann angesichts folgender Äußerungen im Positionspapier bezweifelt werden, ob es den Grünen wirklich um eine ergebnisoffene Diskussion geht:

Jagdpostille Nr. 5

Susanne Schmich / pixelio.de     
Weg vom Grün: Die neue Forstuniform ist blau -
WELT ONLINE: http://bit.ly/aAAT3A

Killer-Hunde aus Schwabing: Ist der Jagdschein weg- Abendzeitung:

Lange Nacht über die Jagd -
Deutschlandfunk:

Montag, 15. November 2010

Dioxinbelastung bei Innereien von Wild?

Bei vielen Jägern Tradition: Nach erfolgreicher Jagd, während beim Bier das Erlebte nochmal resümmiert und Nicht-Dabeigewesenen erzählt wird, brät mancher Jäger gerne direkt die Leber des erlegten Stückes. Mit Zwiebeln und Äpfeln ein Gaumenschmaus für alle, die gerne Innereien essen. Gerade für letztere hat jetzt das Forstamt Pankow bei Berlin eine bemerkenswerte Entdeckung gemacht: Wie Dr. Wolfgang Lipps auf seiner Seite jagdrechtsblog.com berichtet, haben die Förster bei Wildschweinen und Rehen den Aufbruch auf Dioxin und dioxinähnliche polychlorierte Biphenyle (PCB) untersucht. Dabei hat man festgestellt, dass die EG-rechtlichen Grenzwerte für diese Stoffe überschritten wurden.

Die gute Nachricht ist hierbei, dass das Wildbret selbst unbelastet ist. Dem genussvollen Verzehr von Rücken, Keule und Blatt steht also nichts im Wege. Derzeit ist aber zunächst ohnehin davon auszugehen, dass es sich bei der Belastung der Innereien mit Dioxin und PCB um ein regionales Problem handelt. Jedenfalls liegen keine anderen Erkenntnisse vor. 

Das ist auch wünschenswert. Bei Dioxin und PCB handelt es sich um hochgiftige Stoffe, deren Verwendung in Deutschland seit langem untersagt ist.

Sonntag, 14. November 2010

Schwieriges Zusammenleben mit Wildtieren in der Stadt

Berlin gilt als "Hauptstadt der Wildschweine". Nirgendwo sonst manifestieren sich die Schwierigkeiten, die beim Zusammenleben von Wildtieren und Menschen in unseren Städten entstehen, auf so sichtbare Weise. Dabei verursachen nicht nur Wildschweine Probleme. Und auch nicht nur in Berlin.

Die menschliche Besiedlung bietet vielen Tieren Vorteile, die diese gerne annehmen: Mülltonnen und Komposthaufen bieten erstklasssige Nahrung über das ganze Jahr hinweg. Schuppen und Dachböden versprechen wohlig-warme Schlafplätze. Logisch, dass sich neben Wildschweinen auch Füchse, Marder, Kaninchen und weiteres Getier wohl in den Metropolen fühlt. Was aufseiten der Tiere Grund zur Freude bedeutet, führt beim Menschen oft zu Verdruß. Der Ruf nach dem Jäger ertönt bisweilen schnell.

Diese Tatsache ist gleich in mehrfacher Hinsicht erstaunlich.

Jagdpostille Nr. 4

Susanne Schmich / pixelio.de
Neue Rechtsprechung des BGH zu Wildschäden im Wald: Bundesrichter weisen Klage eines Bauern ab - Südwest Presse Online:

Neue Tollwutverordnung - Bundesgesetzblatt online:


Wilderei: Fakten statt Sozialromantik - Salzburger Nachrichten:

                                                        Terrier jagt Puma auf einen Baum - SPIEGEL ONLINE:                                                                http://bit.ly/bmK1vQ


Donnerstag, 11. November 2010

Jagdpostille Nr. 3

Susanne Schmich / pixelio.de
Bayerischer Wald: Auf Becquerel-Jagd
ZEIT ONLINE


Der Dachs und die Totenruhe
Jäger im Dialog:


"Ich wollte das Tier erlösen" 
                                                         Wolfsabschuss in der Berufung; Urteil am 16.11.2010 -
                                                         http://goo.gl/WXM2J                                                   


Unfrei im Freistaat - Wildtierstiftung startet Kampagne

Der Rothirsch ist ein Gefangener in Bayern!  Sein Lebensraum ist auf zehn Rotwildbezirke reduziert, die nur 14 Prozent der Fläche im „Frei“-Staat ausmachen. Da es sich bei den Rotwildbezirken überwiegend um Wälder handelt, sind sie als Lebensraum für Hirsche eher ungeeignet. Denn der „König der Wälder“ ist  eigentlich der „Herrscher im Offenland“.

Der Rothirsch fristet in Bayern – von wenigen Ausnahmen wie dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr abgesehen -- ein wenig artgerechtes Leben.

Mittwoch, 10. November 2010

Jagdpostille Nr. 2

Susanne Schmich / pixelio.de
Herbstliche Jagdpartien vor Gericht: Wenn der Schuss daneben geht - Legal Tribune ONLINE:


Den Busch im Visier - Eckhard Fuhr auf Jagdreise in Namibia - WELT AM SONNTAG:


Waldzustandsbericht für Hessen vorgestellt - agrar.de:
                                                        http://bit.ly/8XLg9t

"Neue Jagdphilosophie" im Saarland: Waldschutzjagd

Sollte man Jagdgegner und Tierschützer auf eine Bewegungsjagd einladen? Wohl kaum. Umwelt-Staatssekretär Klaus Borger sieht das offenbar anders und spuckt große Töne: Ab sofort wolle man keine repräsentativen Staatsjagden mehr abhalten, sondern reine Waldschutzjagden durchführen. ÖJV-Ideologie in Reinkultur.

Es gehe darum, dass Tierschutz und der Naturschutz künftig einen höheren Stellenwert einnehmen werden. „Jagd muss heute eine dienende Funktion für die Entwicklung unserer Kulturlandschaft haben. Vor allem gilt es, im Wald Wildschäden weitestgehend zu vermeiden“, erklärt Staatssekretär Borger. Der Jäger verkommt zum reinen Schalenwildreduzierer. Künftig solle nur noch das geschossen werden, was auch gegessen werden kann, was im Ergebnis die Schonung von Fuchs und Co bedeutet. Ein Schritt mehr zur von Füchsen bevölkerten Agrarsteppe. Und das im Jahr der Artenvielfalt. Eventuell legen die Teilnehmer der Waldschutzjagd zusätzlich Tollwut-Impfköder aus? Nichts scheint unvorstellbar. 

Dienstag, 9. November 2010

Jagdpostille - Nr. 1

Susanne Schmich / pixelio.de
Biber: Geschützt und manchmal gefährlich - Augsburger Allgemeine:


Retourkutsche der Fischer: Äsche zum Fisch des Jahres 2011 gewählt - NABU:


Nordrhein-Westfalen: Wald bleibt Wald - proplanta.de:
                                                        

Schuss in die Luft - Jagdschein weg?

Weil er sich über zwei Motorradfahrer geärgert hatte, die in seinem Revier bei Brilon herumkurvten, um ihren entlaufenen Hund zu suchen, gab ein Jäger (73) am späten Nachmittag des 30. März einen Warnschuss ab, indem er in die Luft schoss. Offensichtlich wollte er den beiden Kradfahrern einen Schrecken einjagen. Der Schuss verfehlt auch nicht die ihm zugedachte Wirkung: Die beiden suchten schleunigst das Weite. So stellte sich der Sachverhalt dem Jagdamt des Hochsauerlandkreises dar, bei dem die Motorrad fahrenden Hundebesitzer den Vorfall knapp zwei Wochen später per E-Mail anzeigten. 

Nachdem die Kreisverwaltung die beiden – allerdings nur im schriftlichen Verfahren – als Zeugen vernommen hatte, war der Jäger seinen Jagdschein los. Mit Verfügung vom 26. Mai 2010 zog ihn die Behörde ein, weil der Jäger, wie es im Bundesjagdgesetz heißt, die für die Ausübung der Jagd erforderliche Zuverlässigkeit nicht besitze. Angesichts des von den Zeugen geschilderten Vorkomnisses lägen nämlich Tatsachen vor, welche die Annahme rechtfertigten, der Jäger werde auch künftig Waffen oder Munition missbräuchlich verwenden; auch ein einmaliges Ereignis könne eine solche Annahme begründen. 

Kollege in höchster Not...

Montag, 8. November 2010

"Demnächst schießen wir noch Krokodile"

"Demnächst schießen wir noch Krokodile", merkte mein Opa trocken an. Mein Vater schaute immer noch leicht ungläubig. Und auch ich konnte das geschätzte 32. Kopfschütteln nicht unterdrücken. Irgendwie verständlich: So etwas war noch niemandem in unserem Revier geglückt - obwohl unsere Familie dort schon seit fast 50 Jahren auf die Jagd geht. Diana, Artemis oder der Heilige Hubertus: Irgendwer schien einen Narren an mir gefressen zu haben in diesen Tagen. Vielleicht war es im Kontext der Metaphysik auch mit einem anderem Phänomen zu erklären: Bekanntlich sch**** der Teufel immer auf den größten Haufen - Verzeihung, aber besondere Ereignisse rufen manchmal nach drastischen Worten. Aber von Anfang an...

Samstag, 6. November 2010

Staatsschweine

Endlich wieder Drückjagd! Und dann auch noch eine der größeren Sorte: Über 1000 Hektar. 160 Gewehre. Rotwild, Sauen, und, und, und. Ich gebe zu, ich hatte kurz gezögert. Schließlich war die Einladung vom Forst gekommen, dessen Herangehensweise an das Thema Jagd nicht immer deckungsgleich mit meinen Ansichten ist. Andererseits wird man an der Teilnahme an einer solchen Jagd auch nicht dümmer. Und wenigstens Wildschweine hat's im Staat auch zu viel.

Frohen Mutes ging es also am frühen Morgen los. Das Wetter versprach einen herrlichen Jagdtag. Nur leichte Wolken hingen über dem Hunsrück, als ich am Sammelplatz ankam. Anhand der ausgewiesenen Parkzonen und den bunt gemischten Autokennzeichen merkte man direkt, dass hier in der Tat eine größere Jagd von statten gehen würde. Trotzdem war es ein leichtes, in der Anhäufung grün-orange gekleideter Menschen einige bekannte Gesichter auszumachen. Und auch noch für das eine oder andere Schwätzchen mit eben jenen war noch Zeit, bis die Korona vom Jagdleiter vergattert wurde. Man kennt das ja....

Freitag, 5. November 2010

Jäger im Dialog

Wieder ist die Welt der Jagdblogs um ein weiteres, wertvolles Mitglied reicher. Und diesmal wird es womöglich ganz besonders spannend. "Jäger im Dialog" heißt das Weblog-Projekt der Jägerstiftung natur+mensch. Damit geht der erste redaktionell gepflegte Blog von Jägerseite ins Netz.

Die Jägerstiftung natur+mensch versteht sich als Schnittstelle zwischen Jagd und Gesellschaft. In diesem Sinne sollen nicht allein jagdpolitische Themen im Blog isoliert zur Sprache gebracht werden. Vielmehr möchte man mit dem Projekt Diskussionen anregen. Jäger und Nichtjäger dürfen sich daher zum Mitmachen beim Gedankenaustausch eingeladen fühlen. 

Dabei fährt man ganz offensichtlich keinen Schmusekurs. Die ersten Beiträge verraten, dass die Akteure bei "Jäger im Dialog" bereit sind, den Finger in offene Wunden zu regen. So geht es unter anderem um die Frage, wie weit der Einsatz von Technik auf der Jagd gehen darf oder um die Debatte, ob die Bejagung von Beutegreifern notwendig ist. Kontroversen sind also garantiert. Zwischen Jägern und Nicht-Jägern sowie unter den Jägern selbst.

Donnerstag, 4. November 2010

Vorbei...

Es sind entbehrungsreiche Wochen und Monate für mich gewesen, in denen nur wenig Zeit für anderes war. Auch deswegen herrschte hier lange Zeit Ebbe. Zwar war ich gelegentlich draussen. Doch waren es in erster Linie vereinzelte Verzweifelungsansitze, die mein jagdliches Handeln während der Vorbereitung auf das Staatsexamen bestimmten. Dementsprechend erfolglos waren diese Unterfangen auch gewesen. Das sollte sich nun wieder ändern.

Absolutes Kontrastprogramm. Wenige Stunden zuvor hatte ich noch bei 26 Grad am Strand von Fuerteventura gelegen, die Sonne und den Ausblick auf den azurblauen Atlantik genossen. Und nun saß ich im dunklen, tiefherbstlichen Hunsrück. Geht mehr Unterschied?