Samstag, 20. März 2010

Video zum Handling der Merkel RX Helix

Die Möglichkeit zur schnellen Schußfolge der Merkel RX Helix sind hinlänglich bekannt. Noch vor der offiziellen Präsentation konnte man sich bei youtube ein Bild von der Repetiergeschwindigkeit der RX Helix machen, das durchaus beeindruckend war. Bis dato kannte man so etwas nur von der Blaser R 93.

Hier kann man die Merkel RX Helix endlich in jagdlicher Aufmachung sehen. Sie erinnert mich mit dem diagonal sichtbaren, schwarzen Systemkasten ein wenig an die Sauer 202. Dabei zeigt auch dieses Video den eindrucksvoll-einfachen Repetiervorgang. Noch beeindruckender finde ich die Zerlegbarkeit der RX Helix. Binnen Sekunden ist die Waffe ohne Werkzeug zerlegt und wieder zusammengesetzt. So etwas kannte man bisher nur von Take-Down-Waffen, die in der Regel nur gegen saftigen Listenaufpreis zu haben waren. Sollte bei der RX Helix trotz der einfachen Zerlegbarkeit auch noch Wiederholgenauigkeit hinsichtlich der Treffpunktlage bestehen, liegt hierin ein echter Mehrwert vor allem für die Jäger, die viel mit ihren Waffen reisen.


Weiterführende Beiträge:

Montag, 15. März 2010

Jagende Jagdgegner?

Es ist harter Tobak, der in der aktuellen Ausgabe der Wild und Hund zu lesen ist. "Flächenbrand in Bayern - Demontage der Jagd" lautet die Überschrift des Textes, dessen Lesen überaus nachdenklich macht.

Worum geht es?

Wild und Hund: "Eine Clique von Ministerialen und Beamten im Landwirtschaftsministerium hat auf allen Ebenen der herkömmlichen jagd den Krieg erklärt. Ziel ist es, das traditionelle Bild der Jagd, wie es der Landejagdverband (BJV) repräsentiert, zu demontieren und zu zerstören."

Stein des Anstosses ist ein Projektbericht zum Waldumbau des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Von verfilzten Strukturen der Jagd und uneinsichtigen Jägern soll die Rede sein. Das enge soziale Geflecht von Jägern und Waldbesitzern wolle man gezielt sprengen. Es gehe um die aktive Besetzung des Themas, was gute Jagd ist. Um eine Gleichsetzung von ÖJV und BJV. So, wie das Rauchverbot mit einer Umwidmung des des Rauchers vom Genussmenschen zum suchtkranken Egoisten begonnen habe, wolle man nun mit dem Thema zeitgemäße Jagd umgehen. Und all' das unter Ausnutzung staatlicher Mittel und Ressourcen, flankiert von dem alles tragenden Grundsatz "Wald vor Wild". (Artikel online abrufbar auf jagd-bayern.eu)

Sofern die Berichterstattung zutrifft fragt man sich glatt, wo nun eigentlich "verfilzte Strukturen" zu finden sind. Wir weit die Verbindungen des ÖJV in die Ministerien hinein reichen, ist seit jeher ein offenes Geheimnis. Skandalös tritt nun aber zu Tage, wie krass Politik gegen die traditionelle Jägerschaft im verborgenen gemacht wird.

Man kann wohlwollend die Auffassung vertreten, dass hier jemand schlicht und ergreifend seine Möglichkeiten, die sich aus der Besetzung wichtiger Schaltstellen er genutzt hat. Die Tragweite der Äußerungen, das heimliche Vorgehen und die bewusste Ausnutzung von Amtsstellungen zwingen hingegen zu einer anderen Bewertung. Intrigant, diffamierend und ideologisierend sind leider die treffenden Attribute.

Bezeichnend ist es insoweit, dass Staatsminister Brunner das Papier mittlerweile für gegenstandslos erklärt hat und sich von darin getägtigten Äußerungen distanziert: "Von den darin getroffenen, völlig überzogenen Formulierungen zur Jagd und zum Bayerischen Jagdverband distanziere ich mich in aller Deutlichkeit. Derartige Aussagen sind nicht mein Stil und gehören auch nicht zum Stil meines Hauses. Der Leiter der Forstverwaltung, Herr Ministerialdirigent Windisch, hat sich deshalb beim Präsidenten des Landesjagdverbandes bereits ausdrücklich entschuldigt. Darüber hinaus habe ich das Arbeitspapier gestern offiziell für gegenstandslos erklärt. Wegen der unberechtigten pauschalen Vorwürfe gegenüber unserer Jägerschaft wird dieses Papier keinerlei jagdpolitische Bedeutung entfalten."

Soweit. Sogut. Nur: Die für das Papier verantwortlichen Personen dürften nach wie vor in Amt und Würden sein und auch ihre Ansichten nicht geändert haben. Wie aber soll man nach solchen Diffamierungen seitens der Jägerschaft so noch Vertrauen in eine sachgrechte Jagdpolitik haben? Diese Frage hat nicht nur Gewicht für Bayern. Denn auch in anderen Bundesländern dürften ähnliche massive Einflußnahmen nahe liegen. So erscheinen denn auch die jüngsten jagdlichen Reformvorhaben in einem ganz anderen Licht.

Ich sage es immer wieder: Der ÖJV hat in einigen Punkten Recht. Manche Position ist begrüßenswert und seine Existenz könnte belebender Gegenpol zu der "Allmacht" der traditionellen Jagdverbände sein. Aber nicht auf diese Art und Weise. So muss man sich nämlich einmal mehr die Frage stellen, ob man es nicht im Grunde mit jagenden Jagdgegnern zu tun hat.

Bedauerlich.

Dienstag, 9. März 2010

Wolf weiter auf dem Vormarsch

Ist es tatsächlich so? Jedenfalls scheint sich der Wolf mit anfangs nicht erwarteter Geschwindigkeit seinen alten Lebensraum zurückzuerobern. Erst um die Jahrtausendwende wurden die ersten Wölfe wieder als Dauerbewohner östlicher Truppenübungsplätze nachgewiesen. Und mittlerweile sind diejenigen Bundesländer ohne Wolfsnachweise schon nicht mehr in der Mehrheit. In Sachsen und Brandenburg leben mittlerweile Wolfsrudel und Wolfspaare. In Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Hessen werden regelmäßig Wolfsspuren nachgewiesen. In Schleswig-Holstein wurde 2007 ein Wolf überfahren.

In diese Liste reihen sich nun zwei weitere Bundesländer ein. Innerhalb kürzester Zeit konnte die Anwesenheit von Wölfen sowohl in Bayern, als auch in Nordrhein-Westfalen bestätigt werden.

Von Hunsrückwilderer


Der Nachweis in Nordrhein-Westfalen wurde durch eine DNA-Analyse von Tierhaaren erbracht, die im Dezember an einem gerissenen Schaf hafteten. Man glaubt zwar nur an einemn Kurzbesuch eines Wolfes aus dem hessischen Reinhardtswald. Trotzdem ist diese Meldung geradezu spektakulär. Ein Wolf in Nordrhein-Westfalen! Wer hätte damit vor wenigen Jahren gerechnet? Das Auftauchen in Nordrhein-Westfalen wird dabei auch die Diskussion um die tatsächliche Anzahl der mittlerweile in Deutschland lebenden Wölfe befeuern. Die schnelle Westwanderung könnte darauf schließen lassen, dass es in Wahrheit mehr Wölfe in den östlichen Lebensräumen gibt, als bis dato angenommen.

Im Landkreis Rosenheim in Bayern konnte Wolfs-DNA an einem gerissenen Stück Rotwild bestätigt werden. Das weitere Risse auf das Konto des Wolfes gehen, wird vermutet. Die Untersuchungsergebnisse lassen aber noch auf sich warten. Der Nachweis eines Wolfes in bayern ist zwar keine absolute Neuigkeit. Es ist aber immerhin der erste Nachweis seit vier Jahren.

Der westliche Hunsrück scheint ja noch weit entfernt, so dass ich vorerst nicht mit dem Auftauchen eines Wolfes in den heimischen Gefilden rechne. Andererseits kann es schneller gehen, als man denkt.

Der Wolf. Er wird mich und andere Jäger weiter beschäftigen.