Samstag, 22. Mai 2010

Der Hunsrück von seiner schönsten Seite

Nicht ganz zu Unrecht wird der Hunsrück bisweilen mit wenig schmeichelhaften Attributen belegt. Der doch karge Landstrich wird bis zum heutigen Tag als strukturschwach gesehen. Einst bezeichnete man ihn sogar als das Armenhaus Deutschlands. An kalten Novembertagen, wenn der Wind pfeift, der Regen peitscht und der Nebel wabert, wird man das kaum infrage stellen. Zwar hat auch dieses schroffe Erscheinungsbild der großartigen Landschaft seinen Charme - jedenfalls, wenn man den Höhen des Hunsrücks entstammt. Aber es ist gewiss nichts für Feingeister.

Nun, Ende Mai, zeigt sich der Hunsrück hingegen von seiner schönsten Seite. Es bieten sich fantastische, kilometertiefe Blicke über seine Höhenzüge. Mal leuchtet der gelbe Raps. Mal schimmern hellgrüne Wiesen. Mal sieht man dunkle Fichtenwälder. Zusammen mit dem strahlend blauen Himmel ein fantastisches Farbenspiel, dass mich jedes Jahr ins seinen Bann zieht.

Von mir aus könnte es ewig Mai bleiben.

2 Kommentare:

Spurenleser hat gesagt…

Hunsrück-Wilderer - ich versteh Dich. Man müsste hier zu Pferd jagen um
nicht nur mit den Augen schweifen zu können.Hier wurde sogar schon
gemäht! Da geht bei uns im diluvialen Endmoränenland (Andechs) noch
nichts.
Mit Weidmannsheil,

Fk

Hunsrückwilderer hat gesagt…

Das mit dem Pferd habe ich auch ab und wann im Kopf. Aber Reitstunden?

Naja, heute abend gehts auf alle Fälle ohne Pferd raus. Wird bestimmt auch schön!

Gruß und WMH!

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