Montag, 22. Februar 2010

Umfrage: Quo vadis, Wildschweinbestände?

Eine Frage, die sich mir in den letzten Tagen vermehrt aufdrängt: In welche Richtung entwickeln sich die Wildschweinbestände im kommenden Jahr? Ein kurzer Rückblick:

Nach absoluten Rekordstrecken im Jagdjahr 2008/2009 kam es relativ genau vor einem Jahr zu ersten panischen Meldungen über Fälle von Schweinepest in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Nach Impfaktionen und weiterer scharfer Bejagung landauf landab durch die Jäger zeichnete sich auf den herbstlichen Drückjagden ab, dass die Bestände tatsächlich massiv reduziert wurden. Wo im Jahr zuvor auf Treib- und Drückjagden noch zwanzig oder dreissig Wildschweine geschossen worden waren, erlegten die Jagdgesellschaften heuer selten mehr als ein Dutzend. Allerdings wurden Eichen- und Buchenwälder wieder mit einer reichen Mast beschenkt, die die verbleibenen Sauen gestärkt in die Rauschzeit und in den Winter verabschiedeten. Letzterer erweist sich aber als außerordentlich streng. In den Högenlagen liegt immer noch Schnee. Nasskaltes Tauwetter empfängt in diesen Tagen die ersten Frischlinge.

In welche Richtung sich die Saubestände nun entwickeln, lässt sich schwer abschätzen. Wegen der reichhaltigen Mast dürfte der Ausgangsbestand den Winter trotz seiner Widrigkeiten gut überstanden haben. Bei den nun kommenden Frischlingen ist aber aufgrund der Witterung aktuell eine hohe Sterblichkeit zu erwarten. Entscheidend dürfte sein, wie sich das Wetter in den kommenden Tagen sowie Wochen entwickelt. Steht dann aber nicht eine Nachrausche ins Haus, die wieder Frischlinge über das Ganze Jahr hinweg erwarten lässt? Ich denke ja, so dass sich die Wildschweinbestände am Ende wohl auf Vorjahresniveau einpegeln werden.

Und wie sieht es der werte Leser? Hier die neue Umfrage der Woche, diesmal bestehend aus drei kleinen Fragen. Um rege Beteiligung wird gebeten:










Vielen Dank fürs Mitmachen! Eine ausführliche Auswertung und eine neue Umfrage gibt es hier. Nächste Woche.

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