
Kürzlich hatte ich hier verkündet, dass die Jagdrechtsreform in Rheinland-Pfalz wohl gestoppt ist. Ganz so weit ist es zwar noch nicht. Das Reformvorhaben scheint aber in weiten Teilen relativiert worden zu sein. Folgendes zeichnet sich ab:
- Die Bindung des Jagdwesens an die Grundsätze der Waidgerechtigkeit bleibt erhalten.
- Es wird weiterhin zwischen Hoch- und Niederwild unterschieden.
- Die Ausgestaltung der Bewirtschaftungsgebiete für einzelne Wildarten erfolgt in Zusammenarbeit mir dem LJV.
- Die Maßgabe, dass sich der Lebensraum des Wildes nicht über die Grenzen des Bewirtschaftungsgebietes hinaus ausdehnen darf, wird gestrichen.
- Aufrechterhaltung einer Mindestpachtdauer von acht Jahren, die nur in Ausnahmefällen reduziert werden kann.
- Das allgemeine Störverbot soll sich auf alles Wild erstrecken - unabhängig von seiner Bestandsbedrohung.
- Beanstandungen von Abschussvereinbarungen durch die Behörden nur noch bei erheblicher Gefährdung der berechtigten Ansprüche der Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft auf Schutz gegen Wildschäden sowie der Belange von Naturschutz, Landschaftspflege und der Bekämpfung von Tierseuchen.
- Kein Mindestabschußplan für Schwarzwild.
- Das Institut des bestätigten Jagdaufsehers wird nicht gänzlich gestrichen.
und zu guter Letzt:
- die Landkreise sollen auf die Ergebung der Jagdsteuer verzichten dürfen.
Im Kern bleibt damit von den eklatanten Punkten des ursprünglichen Vorhabens kaum noch etwas übrig. Nicht zuletzt deswegen spricht der Landesjagdverband Rheinland-Pfalz auf seiner Homepage von einem Zurückrudern und stellt einen Verzicht auf die für März schon geplante und angekündigte Demonstration in Mainz in Aussicht. Dabei sind die Verhandlungen noch nicht am Ende. Insbesondere über die Mindestpachtdauer soll noch weiter diskutiert werden.
Das Geschehen bleibt also im Fluss. Diese Meldung ist mit Sicherheit ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Aber: Noch ist das Wieschen noch nicht gemäht. Es bleibt spannend. Weitere Infos folgen bestimmt bald. Auch hier.
Das Geschehen bleibt also im Fluss. Diese Meldung ist mit Sicherheit ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Aber: Noch ist das Wieschen noch nicht gemäht. Es bleibt spannend. Weitere Infos folgen bestimmt bald. Auch hier.



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