Im Teil 1 über das Thema Wildtierfütterung wurde dargelegt, was überhaupt unter Fütterung zu verstehen ist und in welchem rechtlichen Rahmen Wildtierfütterung stattfindet. Im Teil 2 soll es nun um die Argumente gehen, die für bzw. gegen die Fütterung von Wild sprechen.
Füttern als Hegemaßnahme für das Wild
Auf den ersten Blick scheint wenig dagegen zu sprechen, Wild in Notzeiten zu füttern. Wer läßt schon gerne Tiere verhungern? Dabei handeln Jäger weitaus weniger eigennützig, als ihnen bisweilen von ihren Kritikern unterstellt wird. Natürlich ergeben sich aus der Fütterung in gewissem Umfang Vorteile: Wild, das im Winter nicht verhungert, steht im nächsten Jahr als potentielle Beute zur Verfügung. Trotzdem ist das Füttern nach meiner Erfahrung, wenn überhaupt, nur nachrangig hierdurch motiviert. Im tiefen Winter sind die möglichen Jagderfolge des Sommers noch weit entfernt. Bis dahin kann sich so vieles ändern, was das Wild beispielsweise zu einem Abwandern aus dem eigenen Revier bewegt. Eine direkte Verknüpfung zwischen Füttern und Erlegung spielt bei den Erwägungen des Jägers daher kaum eine Rolle. Ich kann verstehen, dass Außenstehende anderes vermuten. Dennoch sehen sich die meisten Jäger lediglich in der Verantwortung für das Wild.
Füttern als Risikofaktor
Allerdings ist das Füttern mit Problemem behaftet. Die natürliche Sterblichkeit des Wildbestandes wird teilweise überwunden und damit ein natürliches Korrektiv der Bestandsentwicklung eleminiert. Unsere Wildtiere haben seit Jahrtausenden Strategien entwickelt, um harten Zeiten zu trotzen und sind in der Vergangenheit auch ohne Fütterungen ausgekommen. Gerade beim Schwarzwild können Fütterungen künstlich Bestände heranwachsen lassen, deren Bestandsdichten für den jeweiligen Lebensraum zu hoch sind. Zudem birgt falsches Füttern auch erhebliche Gefahren für das Wild in sich. Im Winter haben die Wildtiere ihren Stoffwechsel umgestellt. Falsche Futtergaben führen schnell zu Erkrankungen oder im äußersten Fall zum Tod. Nicht zuletzt deswegen sind in den gesetzlichen Regeln über die Fütterung auch die zulässigen Futtermittel genannt.
Füttern gegen Wildschäden
Zuguterletzt sind Fütterungen geeignet, Wildschäden zu minimieren. Gerade bei hohen Schneelagen neigt dass Wild dazu, in den Forstkulturen Baumtriebe zu verbeissen und die Baumrinde zu schälen. Diesem Argument wird oft entgegen gehalten, dass im Fall von Wildschäden eben die Kapazitäten des Lebensraumes nicht ausreichen. Damit ist dann in der Regel eine Forderung nach höheren Abschüssen verbunden. Gerade seitens der Forstpartie und dem ÖJV wird diese Linie vertreten. Nur: Die Monofichtenkulturen, die den Lebensraum für das Wild begrenzen, haben wir Menschen geschaffen. Ebenso die Störungen, die mit der wirtschaftlichen Nutzung von Freiflächen und dem immer stärker werdenden Erholungsdruck das Wild in den Wald zwingen.
Fazit
Wie man sieht: Die Frage, ob Füttern zu befürworten ist oder nicht, kann nur schwerlich mit einem klaren Ja oder Nein beantwortet werden. Für beide Sichtweisen gibt es gute Argumente. Und ich kann nicht erkennen, dass auf der einen oder anderen Seite ein Übergewicht vorhanden ist. Weder qualitativ, noch quantitiv. Ich persönlich glaube daher auch, dass man diese Frage nicht generell beantworten sollte. Eine sinnvolle Entscheidung kann nur anhand der jeweiligen Umstände des Einzelfalls vor Ort getroffen werden. Dabei sind in meinen Augen folgende Punkte elementar wichtig:
Füttern als Hegemaßnahme für das Wild
Auf den ersten Blick scheint wenig dagegen zu sprechen, Wild in Notzeiten zu füttern. Wer läßt schon gerne Tiere verhungern? Dabei handeln Jäger weitaus weniger eigennützig, als ihnen bisweilen von ihren Kritikern unterstellt wird. Natürlich ergeben sich aus der Fütterung in gewissem Umfang Vorteile: Wild, das im Winter nicht verhungert, steht im nächsten Jahr als potentielle Beute zur Verfügung. Trotzdem ist das Füttern nach meiner Erfahrung, wenn überhaupt, nur nachrangig hierdurch motiviert. Im tiefen Winter sind die möglichen Jagderfolge des Sommers noch weit entfernt. Bis dahin kann sich so vieles ändern, was das Wild beispielsweise zu einem Abwandern aus dem eigenen Revier bewegt. Eine direkte Verknüpfung zwischen Füttern und Erlegung spielt bei den Erwägungen des Jägers daher kaum eine Rolle. Ich kann verstehen, dass Außenstehende anderes vermuten. Dennoch sehen sich die meisten Jäger lediglich in der Verantwortung für das Wild.
Füttern als Risikofaktor
Allerdings ist das Füttern mit Problemem behaftet. Die natürliche Sterblichkeit des Wildbestandes wird teilweise überwunden und damit ein natürliches Korrektiv der Bestandsentwicklung eleminiert. Unsere Wildtiere haben seit Jahrtausenden Strategien entwickelt, um harten Zeiten zu trotzen und sind in der Vergangenheit auch ohne Fütterungen ausgekommen. Gerade beim Schwarzwild können Fütterungen künstlich Bestände heranwachsen lassen, deren Bestandsdichten für den jeweiligen Lebensraum zu hoch sind. Zudem birgt falsches Füttern auch erhebliche Gefahren für das Wild in sich. Im Winter haben die Wildtiere ihren Stoffwechsel umgestellt. Falsche Futtergaben führen schnell zu Erkrankungen oder im äußersten Fall zum Tod. Nicht zuletzt deswegen sind in den gesetzlichen Regeln über die Fütterung auch die zulässigen Futtermittel genannt.
Füttern gegen Wildschäden
Zuguterletzt sind Fütterungen geeignet, Wildschäden zu minimieren. Gerade bei hohen Schneelagen neigt dass Wild dazu, in den Forstkulturen Baumtriebe zu verbeissen und die Baumrinde zu schälen. Diesem Argument wird oft entgegen gehalten, dass im Fall von Wildschäden eben die Kapazitäten des Lebensraumes nicht ausreichen. Damit ist dann in der Regel eine Forderung nach höheren Abschüssen verbunden. Gerade seitens der Forstpartie und dem ÖJV wird diese Linie vertreten. Nur: Die Monofichtenkulturen, die den Lebensraum für das Wild begrenzen, haben wir Menschen geschaffen. Ebenso die Störungen, die mit der wirtschaftlichen Nutzung von Freiflächen und dem immer stärker werdenden Erholungsdruck das Wild in den Wald zwingen.
Fazit
Wie man sieht: Die Frage, ob Füttern zu befürworten ist oder nicht, kann nur schwerlich mit einem klaren Ja oder Nein beantwortet werden. Für beide Sichtweisen gibt es gute Argumente. Und ich kann nicht erkennen, dass auf der einen oder anderen Seite ein Übergewicht vorhanden ist. Weder qualitativ, noch quantitiv. Ich persönlich glaube daher auch, dass man diese Frage nicht generell beantworten sollte. Eine sinnvolle Entscheidung kann nur anhand der jeweiligen Umstände des Einzelfalls vor Ort getroffen werden. Dabei sind in meinen Augen folgende Punkte elementar wichtig:
- Füttern muss die Ausnahme bleiben und darf nicht zur Regel werden.
- Füttern muss beschränkt bleiben auf tatsächliche Notzeiten.
- Füttern darf nicht zur Stützung eines wildbiologisch überhöhten Bestandes führen.
- Füttern nur mit geeigneten Futtermitteln und ohne Kraftfutter.
Weiterlesen: Füttern von Wildtieren Teil 3: Leserumfrage



8 Kommentare:
Lieber Hunsrückwilderer,
Beim Zerwirken von 2 Stück Rehwild und 2 Sauen in diesem Januar waren bei allen Tieren noch erstaunlich viele Fettreserven vorhanden.
Bei einer Sau hätte man auf Grund der Fettreserven auch auf Oktober oder November schließen können.
Bei einer Ricke waren Ende Januar noch starke Fettreserven an den Nieren vorhanden.
Starke Stücke, die sich gut auf den Winter vorbereitet haben, macht der diesjerige Winter nichts aus.
Eine Wildfütterung ist absolut überflüssig.
Bestätigt wird dise These durch eine Studie der
"Bundesanstalt für alenländische Landwirtschaft", die man auf meinem Beitrag "Wildruhezone statt Wildfütterung" nachlesen knn
http://jagdblog.blogspot.com/2007/11/wildruhezonen-statt-wildftterung.html
waidmannsheil
stefan
Ihr Bericht ist ziemlich dürftig, schlecht recherchiert und zeigt in keinster Weise die tatsächlichen Praktiken auf.
Natürlich wurde und wird Wild gefüttert um a) im nächsten Frühjahr mehr erlegen zu können und b) das Wild an das eigene Revier zu binden.
Leider erwähnen Sie auch nicht, daß "Jagddruck" das Wild in die Wälder treibt.
Die lieben guten Jäger denen das Wild so leid tut, wer soll das noch glauben bei dem ganzen Gemetzel was täglich in der Natur passiert.
Leider ein Bericht mehr von Ihnen, der lediglich dazu taugt, den Schmalztopf drunter zu stellen.
Hey Stefan,
ich selbst habe ja auch eine kritische haltung zu dem Thema. Ich halte aber von pauschalen Aussagen nichts. Das Reh und Sau im moment noch gut genährt sind zeigt, dass man nicht vorschnell von Notzeiten sprechen darf. Andererseits gab es zumindest in diesem Jahr bei uns wieder reichlich Mast. Ich denke, man muss es einzelfallanhängig entscheiden, dann aber restriktiv.
Dem anonymen Kommentator kann ich nur raten, sich nochmal mit den Argumenten und meinem Bericht zu beschäftigen. Aber zu behaupten, man würde das Wild durch das Füttern ans revier binden, ist Blödsinn, der seines gleichen sucht. Im Wechsel der Jahreszeiten verändern sich die Einstände. ich kann nahezu von jedem Punkt im Revier über die Grenze sehen. das reh, dass ich ich heute füttere, steht im Sommer beim nachbarn und kommt mit Sicherheit nicht aus Dankbarkeit zurück.Ist das revier hingegen groß, besteht doch schon gar kein Anlass, zu füttern. Aber so ist das eben mit Theorie und Praxis.
Natürlich ist auch der Jagddruck schädlich. Gemessen an den unzähligen übrigen Störungsquellen ist er aber geradezu lächerlich gering.
Und natürlich fühlt sich der Jäger verantwortlich für das Wild. Warum sollte das nicht so sein? Weil er den Wildbestand nutzt und Tiere aus ihm erlegt? Auch Schäfer und Hirten schlachten ihre Tiere und gelten dabei geradezu als Sinnbild für Beschützereigenschaften.
Wenn Ihnen das hier alles nicht gefällt, warum kommen Sie dann immer wieder? Aber machen Sie nur, vielleicht lernen Sie es irgendwann.
Au revoir.
Ich habe Jäger in meiner Nachbarschaft und die binden das Wild mit Fütterung sehr wohl ans Revier. Die haben schon Flatterbänder und alles mögliche aufgehangen und Dinge im Boden vergraben, damit das Wild nicht die Reviergrenze wechselt.
Aber wie immer wollen Sie das schadhafte Tun der schwarzen Schafe in der Jägerschaft nicht sehen.
Man kann in den öffentlich in den Jägerforen lesen und sich die Bilder anschauen. Wenn man sich nur die Kommentare durchliest und die entsprechenden Bilder anschaut, nur z.B. wie die Füchse zu hunderttausenden hingemetzelt werden, Tiere Opfer werden, die zu den bedrohten Arten zählen, etc. etc. etc. glauben Sie wirklich Sie könnten der aufgeklärten Bevölkerung erzählen, der Jäger liebt das Wild.
Die heutige Jagd hat mit Nutzung oder Nahrungsbeschaffung nicht mehr das geringste zu tun, auch wenn Sie weiterhin versuchen das schönzureden.
Lernen brauche ich nichts mehr, warum ich wieder mal hier lese, als abschreckendes Beispiel.
Ach nein?! Die haben "Dinge" im Boden vergraben, um das Wild im Revier zu halten? Das ist ja interessant? Was soll dass denn nun wieder sein? Unfassbar konkrete Anschuldigungen, die Sie da erheben...
Wie der Jäger das Wild mit Fütterung an sein Revier bindet, haben sie übrigens immer noch nicht erklärt. Könne Sie nicht, oder wollen Sie nicht?
Die Lappjagd (so nennt man das Aufhängen von Flatterband - daher kommt der Ausdruck "durch die Lappen gehen"), ist übrigens in den Grenzen des § 19 Abs. 1 Nr. 3 BJagdG erlaubt und nicht gesetzeswidrig. Ich habe allerdings sowieso noch nie erlebt, dass diese Methode zum Einsatz kommt.
Sie als alter "Jagdpraktiker" haben da natürlich andere Erfahrungen. Wie sollte es auch anders sein...
Ich habe nie bestritten, dass es auch unter den Jägern schwarze Schafe gibt. Ich werde mich aber hüten hier den Eindruck zu erwecken, dass wäre der Regelfall. Dafür gibt es schon unreflektierte Menschen wie Sie. Ich habe jagdliche Verstöße hier angesprochen und scharf kritisiert. Das werde ich auch weiter tun. So what?
Natürlich kann man in Jägerforen lesen und sich die Bilder anschauen. Man wird da wenig anstössiges finden, wenn man objektiv an die Sache herangeht. So ist beispielsweise auch die Fuchsjagd wichtig und sinnvoll. Auch wenn dass in das sentimentale Weltbild urbaner Ökoaktivisten nicht passen mag. Zugegeben: Man kann dazu eine abweichende meinung haben, sollte dann aber auch zu den negativen Folgen stehen und nicht das Artensterben beweinen.
Darüber hinaus ist es allein meine Sache, was ich meine, der aufgeklärten Bevölkerung erzählen zu dürfen. 98% dieser aufgeklärten Menschen essen übrigens Fleisch. Haben Sie darüber Mal nachgedacht. Offensichtlich nicht. Denn schon ihre Einlassung, Jagd habe nichts mit Nutzung und Nahrungsbeschaffung zu tun zeigt, wie festgefahren ihr Weltbild in dieser Frage ist. Und die Wildschweinsalami neben mir beantwortet diese Frage ganz eindeutig anders. Ebenso wie eine Tiefkühltruhe voll mit herrlichem, sauber eingeschweißtem Wildbret aus heimischer, eigener Urproduktion. Dass ist angesichts heutiger Zeiten so richtig Rock n Roll, Punk, Alternative Genau wie Gemüse selbst anbauen und Socken stricken. Mir geht jedesmal das Herz auf, wenn ich daran denke.
Aber als echter Tierschützer ereifert sich man natürlich lieber über furchtbar gefühllose Jäger, anstatt Massentierhaltung und Viehtransporte durch ganz Europa anzuprangern, die in 59-Cent-Dumpingpreisen für Fleischwurst in PVC beim Discounter münden.
Herr Hunsrückwilderer,
ich bin nicht sentimental und ich bezeichne mich auch nicht als "Jagdpraktiker". Jedoch habe ich Augen im Kopf und einen Verstand und so sehr Sie sich auch anstrengen, können Sie die massenhaften tierquälerischen Praktiken nicht leugnen und auch die Märchen der Jägerschaft kauft Ihnen kaum mehr einer ab. Langsam wirds auch nervig immer wieder auf die Massentierhaltung hinzuweisen.
Das eine Unrecht hebt das andere nicht auf.
Nahrungsbeschaffung? Dass ich nicht lache. Erzählen Sie nicht, Jäger würden jeden Tag Rehbraten essen.
Sie auf Ihrer Seite kritisch? Kann man nicht erkennen. Wenn Sie etwas für Ihre Jagd tun wollen, dann kümmern Sie sich um die "schwarzen Schafe" in Ihren Reihen, da haben Sie nur viel zu tun, denn das sind die meisten.
Hören Sie endlich auf, allen Leuten die sich gegen die heutige Jagd und ihre tierquälerischen und umweltzerstörerischen Praktiken aussprechen, zu unterstellen, diese wären natur- und weltfremd, städtisch oder vegan, ausgestattet mit Bambisyndrom etc. Da gehen Sie ganz schön an der Realität vorbei. Indem Sie immer wieder die gleichen Jägerphrasen wiederholen, zeigen Sie nur, daß Sie zu einer wirklichen Diskussion überhaupt nicht in der Lage sind. Es ist immer wieder das gleiche Spielchen, leicht durchschaubar, einfach nur dünn und billig. Die Fuchsjagd wie sie heute betrieben wird ist nicht notwendig, da Sie jedoch von Füchsen und ihrem Sozialverhalten, ihrer Populationsdynamik etc. keine Ahnung haben, haben Sie schon selbst zugegeben. Also sollten Sie da besser nicht mitreden. Dazu befähigt Sie und Ihre Kollegen die schwache Jägerausbildung nun wirklich nicht. Oder wollen Sie allen ernstes behaupten Sie hätten mehr Ahnung als langjährig studierte Fachleute? Wenn dem so sein sollte, sind Sie noch weiter von der Realität entfernt.
Jagd ist ein Hobby, eine Freizeitbeschäftigung, nicht mehr. Wenn Sie meinen die Kommentare und Fotos in den Jägerforen wären als normal anzusehen, damit zeigen Sie nur wes Geistes Kind Sie wirklich sind.
Ich habe noch was vergessen. Wenn es den Jägern um alleinige Nahrungsbeschaffung oder den vielgepriesenen Naturschutz ginge, würde es manche Kommentare und Bilder nicht geben. Die gibt es aber und sie drücken aus, wie lebens- und tierverachtend diese Menschen eingestellt sind. Fotos von grinsenden Gestalten, die sich mit ihrem eben erlegten Tier und der hochgelobten Waffe ablichten lassen zeigen deutlich worum es bei der Jagd wirklich geht und wie es um solche Typen bestellt ist.
Hören Sie auf von Regulierung, Beutegreiferersatz, Hege, Pflege, Natur- und Tierschutz zu faseln. Sie alle benutzen die Tiere als Spaßobjekt für ihre niederen Beweggründe, für ein Hobby, um Waffen daran auszuprobieren. Das ist alles und es ist verachtenswert.
Langsam dringt das auch in die Bevölkerung durch auch wenn Sie das nicht wahrhaben wollen.
Natürlich esse ich nicht jeden tag Rehbraten. Trotzdem ist es Ziel und Zweck der Jagd, selbigen zu bekommen. Glauben Sie es oder nicht - was soll ich auf die Unterstellungen Ihrerseits hinsichtlich der subjektiven Motivation zum Jagen schon antworten? Soll ich meine Hirnströme messen lassen und die Diagramme hier veröffentlichen?
Niemand behauptet, dass der Rehbraten oder der Schutz des Kiebitz alleinige Motivation zum Jagen ist. Genau so wenig ist es alleinig das "Ausprobieren von Waffen an Tieren". Das Thema Jagd ist vielseitig und vielschichtig. Das Interesse daran ebenso. Niemand würde einem Fotografen unterstellen, er habe lediglich Spaß daran, auf den Auslöser seiner Kamera zu drücken. Niemand würde einem Chirurg unterstellen, das er seine Erfüllung im Aufschlitzen von Menschen findet. Warum erfolgt aber eine solche Reduktion stets bei den Jägern?
Sie werfen mir vor, dass ich durch ständige Wiederholung von Phrasen zu einer echten Diskussion nicht in der Lage bin? Den Ball spiele ich allzu gerne zurück. Ich bemühe mich redlich, Rede und Antwort zu stehen. Meine Fragen bleiben leider wie so oft unbeantwortet. Schade.
Natürlich bin ich kein studierter Biologe. Sind Sie es? Unabhängig von der Antwort maße ich mir an in der Lage zu sein, mir zu einem Thema eine fundierte Meinung bilden zu können. Ich kenne wissenschaftliche Arbeiten, die sich mit Füchsen und ihrer Populationsdynamik beschäftigen. Ich kenne darunter auch Arbeiten, die eine Regulierbarkeit durch Jagd verneinen. Ich kenne auch welche, die genau das Gegenteil postulieren. Und nun? Ich muss mir wohl ein eigenes Bild machen. Und da denke ich ist es einleuchtender, dass Jagd natürlich einen Einfluss auf die Fuchspopulation hat. Alles andere ist doch nicht ernsthaft zu glauben. Füchse sollen ihre Geburtenrate selbsttätig regulieren? Jedem biologischen Gesetz zu wider? Müssten wir dann nicht stark bedrohte Arten bejagen? ich weiß, dass man nicht vom verhalten einer Art auf andere schließen kann. Allerdings wird genau das von den Fuchsjagdgegnern gemacht. Prof. Reichholf bezieht seine Erkenntnisse aus Studien an Bisam-Ratten....
Von mir aus: Verbieten Sie die Prädatorenjagd. Es würde mich persönlich nicht hart treffen. Nur bezweifele ich, ob der Artenvielfalt damit ein Dienst erwiesen wird. Die SOVON-Studie hat da ein klares Bild gebracht. Aber selbst ich stehe dem Modellprojekt "Fuchsjagdverbot" im Saarland offen gegenüber, wenn eine objektive wissenschaftliche Auswertung gewährleistet ist. Dann würde wir nämlich bald weniger im nebel stochern und könnten anhand harter Fakten diskutieren.
Und doch, ich werde hier immer wieder die Massentierhaltung ansprechen. Denn wer Fleisch isst, kann von vorneherein nicht gegen die Jagd als solche sein. Alles andere ist ambivalente Doppelmoral.
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