Oh mein Gott. Wie auf Stelzen kommt der Bayerische Jagdverband mit seiner jüngsten Aktion daher. Mir fehlen ehrlich gesagt etwas die Worte.
Wie berichtet hat der Deutsche Jagdschutzverband (DJV) anlässlich der Grünen Woche in Berlin eine Unterschriftenaktion gestartet, die sich gegen die Zersplitterung des Jagdrechts in Deutschland wendet. Weil der Bayerische Jagdverband kraft seines Austritts aus dem DJV im letzten Jahr offiziell nichts damit zu tun hat, sah man sich im Freistaat wohl irgendwie unter Zugzwang. Logische Konsequenz: Eine eigene Unterschriftenaktion.
Diese ist dabei noch nicht einmal zu kritisieren. Okay: Es zeugt nicht wirklich von Kreativität eine Aktion zu kopieren und mit frappierend ähnlichen Forderungen zu garnieren. Aber wenigstens kommt aus Bayern ein Signal, dass ihnen der Rest der Jagdrepublik noch nicht völlig an der Zugspitze vorbeigeht. Spaßig ist hingegen die Begründung.
Man stellt fest, dass durch die Verlagerung von jagdrechtlichen Kompetenzen im Zuge der Föderalismusreform regionale Besonderheiten besser zur Geltung kommen sollen. Der BJV begrüße diese föderale Ausrichtung, wolle aber zugleich grundlegende Konstanten des Jagdrechts in Deutschland, wie etwa das Revierjagdsystem oder das Prinzip der Waidgerechtigkeit, bundeseinheitlich erhalten. Um es mit anderen Worten zu sagen: Es ist ja toll, dass die Länder jetzt weitgehende Kompetenzen besitzen, aber hoffentlich machen sie nicht zu viel Gebrauch davon....
Weiter heißt es: "Die jagdrechtlichen Entwicklungen in Rheinland-Pfalz und im Saarland gefährden aktuell die traditionellen Grundsätze des deutschen Jagdwesens. Dies lehnt der BJV ausdrücklich ab und bekundet seine Solidarität mit der dortigen Jägerschaft." Jetzt Mal ernsthaft! Was hat man denn erwartet? Das die Länder die Schonzeiten um eine Woche verschieben? Man kann doch nicht allen Ernstes einerseits die erweiterten Kompetenzen begrüßen und dann Bauklötze staunen, wenn Landespolitiker plötzlich die eigene Stärke entdecken. Wie blauäugig kann man eigentlich sein, um nicht von vorneherein die Gefahr zu erkennen, dass man hier eine Spielwiese für eitle Landespolitiker geschaffen hat, die diese angeleitet von ökonomisch-angehauchten Ministerialbeamten auch zu gerne betreten.
Richtig geht man wohl in der Annahme, dass die Jagdrechtsnovellen in Rheinland-Pfalz und dem Saarland erst den Anfang darstellen. Ob dem allerdings wirksam wirklich nur über die Landesjagdverbände begegnet werden kann, wie es der BJV Glauben macht, kann ich mir nicht vorstellen. Denn: Was glaubt der geneigte Jäger, wie sehr sich beispielsweise Ministerin Margit Conrad in Mainz von den Forderungen bayerischer Jäger beeinflussen läßt? Fragen wir anders herum: Was würde der bayerische Landwirtschaftsminister Brunner von einer rheinland-pfälzischen Unterschriftenliste halten?
Naja. Immerhin hat derselbe die Unterschriftenliste des DJV unterschrieben. Vielleicht ist hier auch der Grund darin zu suchen, dass der BJV nun mit einer eigenen Liste reagiert? Womit wir dann auch wieder bei dem Thema Eitelkeiten wären. Aber lassen wir das.
Was bleibt? Die Erkenntnis, dass Landesverbände etwas tolles sind, aber ihr Wirkungskreis eben auf ihr Land beschränkt bleibt. Die Gewissheit, dass auch in weiteren Ländern Jagdreformen in naher Zukunft auf dem Plan stehen. Der Glaube, dass nur alle Jäger in Deutschland gemeinsam in einem ausgewogenen System zwischen Landesjagdverbänden und Deutschem Jagdschutzverband dieser Entwicklung gelassen entgegen blicken können. Die Befürchtung, dass der sich der Austritt Bayerns als Bärendienst für die Jagd in Deutschland erweisen wird. Und am Ende für die Bayernjäger selbst.
Aber das kann mir ja egal sein. Oder doch nicht?
Wie berichtet hat der Deutsche Jagdschutzverband (DJV) anlässlich der Grünen Woche in Berlin eine Unterschriftenaktion gestartet, die sich gegen die Zersplitterung des Jagdrechts in Deutschland wendet. Weil der Bayerische Jagdverband kraft seines Austritts aus dem DJV im letzten Jahr offiziell nichts damit zu tun hat, sah man sich im Freistaat wohl irgendwie unter Zugzwang. Logische Konsequenz: Eine eigene Unterschriftenaktion.
Diese ist dabei noch nicht einmal zu kritisieren. Okay: Es zeugt nicht wirklich von Kreativität eine Aktion zu kopieren und mit frappierend ähnlichen Forderungen zu garnieren. Aber wenigstens kommt aus Bayern ein Signal, dass ihnen der Rest der Jagdrepublik noch nicht völlig an der Zugspitze vorbeigeht. Spaßig ist hingegen die Begründung.
Man stellt fest, dass durch die Verlagerung von jagdrechtlichen Kompetenzen im Zuge der Föderalismusreform regionale Besonderheiten besser zur Geltung kommen sollen. Der BJV begrüße diese föderale Ausrichtung, wolle aber zugleich grundlegende Konstanten des Jagdrechts in Deutschland, wie etwa das Revierjagdsystem oder das Prinzip der Waidgerechtigkeit, bundeseinheitlich erhalten. Um es mit anderen Worten zu sagen: Es ist ja toll, dass die Länder jetzt weitgehende Kompetenzen besitzen, aber hoffentlich machen sie nicht zu viel Gebrauch davon....
Weiter heißt es: "Die jagdrechtlichen Entwicklungen in Rheinland-Pfalz und im Saarland gefährden aktuell die traditionellen Grundsätze des deutschen Jagdwesens. Dies lehnt der BJV ausdrücklich ab und bekundet seine Solidarität mit der dortigen Jägerschaft." Jetzt Mal ernsthaft! Was hat man denn erwartet? Das die Länder die Schonzeiten um eine Woche verschieben? Man kann doch nicht allen Ernstes einerseits die erweiterten Kompetenzen begrüßen und dann Bauklötze staunen, wenn Landespolitiker plötzlich die eigene Stärke entdecken. Wie blauäugig kann man eigentlich sein, um nicht von vorneherein die Gefahr zu erkennen, dass man hier eine Spielwiese für eitle Landespolitiker geschaffen hat, die diese angeleitet von ökonomisch-angehauchten Ministerialbeamten auch zu gerne betreten.
Richtig geht man wohl in der Annahme, dass die Jagdrechtsnovellen in Rheinland-Pfalz und dem Saarland erst den Anfang darstellen. Ob dem allerdings wirksam wirklich nur über die Landesjagdverbände begegnet werden kann, wie es der BJV Glauben macht, kann ich mir nicht vorstellen. Denn: Was glaubt der geneigte Jäger, wie sehr sich beispielsweise Ministerin Margit Conrad in Mainz von den Forderungen bayerischer Jäger beeinflussen läßt? Fragen wir anders herum: Was würde der bayerische Landwirtschaftsminister Brunner von einer rheinland-pfälzischen Unterschriftenliste halten?
Naja. Immerhin hat derselbe die Unterschriftenliste des DJV unterschrieben. Vielleicht ist hier auch der Grund darin zu suchen, dass der BJV nun mit einer eigenen Liste reagiert? Womit wir dann auch wieder bei dem Thema Eitelkeiten wären. Aber lassen wir das.
Was bleibt? Die Erkenntnis, dass Landesverbände etwas tolles sind, aber ihr Wirkungskreis eben auf ihr Land beschränkt bleibt. Die Gewissheit, dass auch in weiteren Ländern Jagdreformen in naher Zukunft auf dem Plan stehen. Der Glaube, dass nur alle Jäger in Deutschland gemeinsam in einem ausgewogenen System zwischen Landesjagdverbänden und Deutschem Jagdschutzverband dieser Entwicklung gelassen entgegen blicken können. Die Befürchtung, dass der sich der Austritt Bayerns als Bärendienst für die Jagd in Deutschland erweisen wird. Und am Ende für die Bayernjäger selbst.
Aber das kann mir ja egal sein. Oder doch nicht?



0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen