Dienstag, 28. April 2009

Umbrüche...

Die letzten Wochen waren karg hier. Das hat zwei Gründe. Zum einen passiert wegen der momentanen Jagdruhe relativ wenig, über das man schreiben könnte. Zum anderen stehen gerade persönliche Umbrüche an. Nach sechs unfassbar genialen Jahren muss ich dem wundervollen Heidelberg den Rücken kehren. In Zukunft wandele ich dann auf Römerspuren im Moselland, wieder ganz in der Nähe des Hunsrücks. Die damit verbundenen Wirrungen hielten mich in den vergangenen Tagen vom Bloggen ab. Und auch in den nächsten Wochen wird es hier vergleichsweise wenig zu sehen geben, denn vorübergehend werde ich in einer DSL-freien Zone wohnen.

Der Umzug in die große Stadt ist aber geplant und mit dem 1. Mai beginnt auch wieder die Jagerei allerorts in Deutschland. Bald werde ich demnach wieder online sein und gleichzeitig wird es auch wieder mehr zu berichten geben. Schliesslich bin ich ab sofort auch wieder in der Lage, regelmäßiger im Hunsrück zu wildern.

Die lieben Leser, die mich in der Sorge angeschrieben haben, ich könnte schon die Lust am bloggen verloren haben, können ganz beruhigt sein.

Es geht weiter. Bald. Versprochen.

Bis dahin: Vergesst diese Seite nicht (Lesezeichen oder Email-Abo!) und schaut ab und an Mal von vorbei. In ein paar Wochen gibts wieder Stoff. Bis dahin einen schönen Jagdaufgang und Waidmannsheil!

Freitag, 10. April 2009

Frühling im Jagdrevier

Es ist jedes Jahr aufs Neue erstaunlich, wie zauberhaft die ersten Frühlingswochen draußen sind.

Die Sonne hat wieder Kraft und wärmt - ein kurzärmeliges Hemd langt über Tag schon aus. Die braunen Einheitswände kahler Äste wandeln sich von Tag zu Tag. Schon sind erste Farbtupfer in den Hängen zu sehen. Die Wiesen, die monatelang in einem kargen, fahlen Ton vor einem lagen, zeigen bereits ein saftiges Grün. Die Kontraste, die dabei mit dem endlich wieder tiefblauen Himmel entstehen, hat man über Monate nicht gesehen. Blumen blühen, Vögel zwitschern, Insekten schwirren. Es ist abends wieder lange hell und während dem Ansitz lässt einen eine Böe nicht mehr vor Kälte zittern.Vielmehr nimmt man wahr, wie plötzlich ein Windhauch einen Schwall wohliger Wärme an einem vorbei trägt.

Ich empfinde den Winter nie als schlimm. Aber die ersten Frühlingswochen machen einem mit großen Paukenschlag bewusst, auf was man eigentlich verzichten musste. Dabei spielt es mit Sicherheit eine Rolle, dass sich der Übergang zum Winter langsam vollzieht, während der Frühling so plötzlich über die karge Landschaft herfällt. Die kommenden Wochen sind für mich jedenfalls die herrlichsten im ganzen Jahr.

Für den Jäger beginnt mit dem 1. April eines jeden Jahres auch das neue Jagdjahr. Und angesichts des Erwachens der Natur, könnte der Zeitpunkt kaum besser gewählt sein. Ein echter Neubeginn. Obwohl natürlich im Moment weitestgehend "Hahn in Ruh'" ist. Aber die Zeit lässt sich prima nutzen für all' die Arbeiten, die im Revier notwendig sind. Angesichts der Wonne, die im Moment draussen herrscht, fällt auch die Arbeit viel leichter.Und langsam aber sicher kann man sich schon auf den 1. Mai und damit auf den Beginn der Rehwildjagd freuen.

Ich wünsche allen Jägern ein frohes, erfolgreiches, erfüllendes und sicheres neues Jagdjahr. Für alle Nichtjäger kann ich núr hoffen, dass sie in diesen Tagen den Weg nach draussen finden. Es lohnt sich!