Die Schutzgemeinschaft Deutsches Wild hat den Dachs zum Wildtier des Jahres 2010 gewählt. Eigentlich eine gute Wahl. Denn einen freilebenden Dachs werden wohl die wenigsten einmal in freier Wildbahn gesehen haben. Und somit ist der Dachs eher ein Hinterbänkler unserer Wildbahn. Selbst ich als Jäger habe nur recht selten das Vergnügen auf "Meister Grimbart" zu treffen.
Meistens geschieht das in der tiefen Nacht. Oft ist man dann einen Moment irritiert, was man da eigenlich vor sich hat. Für einen Fuchs zu groß, für ein Wildschwein zu klein, zu nah über dem Boden für ein Reh... In der Regel verraten den Dachs dann aber die auffälligen weißen Gesichtsstreifen, die gerade im Mondlicht auffällig leuchten.
Zuvor hat man den Dachs in aller Regel schon gehört. Sein unbedarftes, wackeliges Durch-die-Gegend-Gewatschel lässt Äste knacken und Laub rascheln. In Sachen Geräuschkulisse steht er Wildschweinen in nichts nach. Dabei grummelt und brummt er beim Laufen wie ein Bärchen. Insgesamt erinnert sowieso sein ganzes Erscheinungsbild dem eines kleinen Bären. Allerdings ist der Dachs nicht der kleinste Bär, sondern der größte Marder.
Der Dachs ist ein typischer Allesfresser. Hauptsächlich ernährt er sich von pflanzlicher Nahrung. Er verschmäht aber auch Insekten und Kleinsäuger nicht. Bisweilen gräbt er beispielsweise tiefe Löcher, um an Mäusenester zu gelangen - in der Dunkelheit eine beliebte Stolperfalle auf dem Weg zum Ansitz. Zum Teil raubt er auch Bodengelege aus und frisst Junghasen, wenn sich ihm eine Gelegnheit hierzu bietet. Dies und sein schadenträchtiges Verhalten in Mais- und Getreidefelder machen seine Bejagung mittlerweile wieder notwendig, nach dem sein Bestand vorübergehend stark gefährdet war. Ausserdem soll Dachsschinken eine vorzügliche Delikatesse sein - ich selbst hatte leider noch nicht das Vergnügen, das auszuprobieren. 2007/2008 wurden ca. 50.000 Dachse in Deutschland erlegt.
Der Dachs lebt in weit verzweigten Bauen, die er sich auch mit Füchsen teilt. In den kalten Wintermonaten bleibt er über kange Zeiträume in seinem Bau, um Winterruhe zu halten. Nur gelegentlich geht er vor die Tür, um "gewissen" Bedürfnissen nachzukommen.
Die Paarungszeit beim Dachs nennt man Ranz, wie bei allen Raubtieren. Die Hauptranz fällt in die Hochsommermonate. Allerdings kann es im Frühjahr/Winter zu einer Nachranz kommen. Die Ranz geht einher mit teilweise fürchterlichem Geschrei, dass schon manch' einen Spaziergänger veranlasst hat, die Polizei zu rufen oder an Geister zu glauben. Wie bei so vielen Wildarten kommen die 2-5 Jungen in der Regel im März zur Welt. In den Monaten nach der Hauptranz kommt es insoweit zu einer Eiruhe, die den Geburtszeitpunkt in das Frühjahr hinein verschiebt. Die Jungdachse bleiben in den ersten zwei Monaten im Bau, bevor man sie dann wieder erstmals schnaufend und rumpelnd durch die Wälder watscheln sieht. Wenn man Glück hat, versteht sich.
Meistens geschieht das in der tiefen Nacht. Oft ist man dann einen Moment irritiert, was man da eigenlich vor sich hat. Für einen Fuchs zu groß, für ein Wildschwein zu klein, zu nah über dem Boden für ein Reh... In der Regel verraten den Dachs dann aber die auffälligen weißen Gesichtsstreifen, die gerade im Mondlicht auffällig leuchten.
Zuvor hat man den Dachs in aller Regel schon gehört. Sein unbedarftes, wackeliges Durch-die-Gegend-Gewatschel lässt Äste knacken und Laub rascheln. In Sachen Geräuschkulisse steht er Wildschweinen in nichts nach. Dabei grummelt und brummt er beim Laufen wie ein Bärchen. Insgesamt erinnert sowieso sein ganzes Erscheinungsbild dem eines kleinen Bären. Allerdings ist der Dachs nicht der kleinste Bär, sondern der größte Marder.
Der Dachs ist ein typischer Allesfresser. Hauptsächlich ernährt er sich von pflanzlicher Nahrung. Er verschmäht aber auch Insekten und Kleinsäuger nicht. Bisweilen gräbt er beispielsweise tiefe Löcher, um an Mäusenester zu gelangen - in der Dunkelheit eine beliebte Stolperfalle auf dem Weg zum Ansitz. Zum Teil raubt er auch Bodengelege aus und frisst Junghasen, wenn sich ihm eine Gelegnheit hierzu bietet. Dies und sein schadenträchtiges Verhalten in Mais- und Getreidefelder machen seine Bejagung mittlerweile wieder notwendig, nach dem sein Bestand vorübergehend stark gefährdet war. Ausserdem soll Dachsschinken eine vorzügliche Delikatesse sein - ich selbst hatte leider noch nicht das Vergnügen, das auszuprobieren. 2007/2008 wurden ca. 50.000 Dachse in Deutschland erlegt.
Der Dachs lebt in weit verzweigten Bauen, die er sich auch mit Füchsen teilt. In den kalten Wintermonaten bleibt er über kange Zeiträume in seinem Bau, um Winterruhe zu halten. Nur gelegentlich geht er vor die Tür, um "gewissen" Bedürfnissen nachzukommen.
Die Paarungszeit beim Dachs nennt man Ranz, wie bei allen Raubtieren. Die Hauptranz fällt in die Hochsommermonate. Allerdings kann es im Frühjahr/Winter zu einer Nachranz kommen. Die Ranz geht einher mit teilweise fürchterlichem Geschrei, dass schon manch' einen Spaziergänger veranlasst hat, die Polizei zu rufen oder an Geister zu glauben. Wie bei so vielen Wildarten kommen die 2-5 Jungen in der Regel im März zur Welt. In den Monaten nach der Hauptranz kommt es insoweit zu einer Eiruhe, die den Geburtszeitpunkt in das Frühjahr hinein verschiebt. Die Jungdachse bleiben in den ersten zwei Monaten im Bau, bevor man sie dann wieder erstmals schnaufend und rumpelnd durch die Wälder watscheln sieht. Wenn man Glück hat, versteht sich.



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