Im Rahmen der Agritechnica in Hannover berichteten der Deutsche Jagdschutzverband und der Deutsche Bauernverband über das vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz initiierte Projekt "Modellvorhaben Schwarzwildbewirtschaftung". In dessen Rahmen werden in sechs bundedeutschen Regionen über drei Jahre ackerbauliche und jagdliche Strategien zur Reduktion des Schwarzwildes auf ihre Kosten und Nutzen hin begutachtet. Einig war man sich darin, dass trotz der letztjährigen Rekordstrecke zumindest regional weiter Handlungsbedarf besteht.
Mitunter ein Aspekt war die Bewertung von Schusschneisen. Dabei kommt man wohl zu dem Ergebnis, dass die Einssaat von Schneisen mittels anderer Feldfrüchte wie z. B. Sommerweizen im Mais vorteilhafter sei, als das spätere Einhäckseln. Dies dürfte auf alle Fälle im Hinblick auf die Vertrautheit des Schwarzwildes auf den Schneisen tatsächlich von Bedeutung sein. Ausserdem zeige sich, dass die Schneisen quer zur Saatrichtung angelegt werden sollten. Bei der Planung der Schneisen könne sich zudem die Beachtung von im Mais gelegenen Wasserstellen günstig auswirken. Auch das kann ich bestätigen: Sauen lieben es, sich im Mais wenn möglich gleich auch noch zu suhlen. Im vergangenen Sommer stellten wir einen mobilen Sitz halb in den Mais mit Blick auf ein kleines Wasserloch - mit Erfolg. Hinsichtlich der Kosten-Nutzen-Rechnung hat man nach ersten Rechenversuchen, die man noch nicht als repräsentativ werten kann, festgestellt, dass Schneisen bis zu einer Größenordnung von 10% (!) der Gesamtfläche noch mit vertretbarem Aufwand angelegt werden können. Dabei würde sich die Anlegung ab einer effektiv-erreichten Schadensminderung von 4-5 % lohnen.
Schliesslich will man auch bei der Durchführung von revierübergreifenden Drückjagden weiteres Potential sehen. Das wird ja nun seit Jahren als Allheilmittel gepriesen. Ob es wirklich hilft? Schaden kann es jedenfalls im Hinblick auf überhöhte Schwarzwildbestände auch nicht. Nur ist man als williger Pächter stets auch von dem Willen der Nachbarn abhängig. Und da liegt bekanntermaßen oft einiges im argen.
Vor allem ist man sich darin einig, dass gute Ergebnisse nur dann zu erzielen sind, wenn Jäger, Landwirte und Grundeigentümer Hand in Hand arbeiten. Zumindest dem ist nichts hinzuzufügen.
Weitere Informationen findet man in Stefans JagdBlog.
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Mitunter ein Aspekt war die Bewertung von Schusschneisen. Dabei kommt man wohl zu dem Ergebnis, dass die Einssaat von Schneisen mittels anderer Feldfrüchte wie z. B. Sommerweizen im Mais vorteilhafter sei, als das spätere Einhäckseln. Dies dürfte auf alle Fälle im Hinblick auf die Vertrautheit des Schwarzwildes auf den Schneisen tatsächlich von Bedeutung sein. Ausserdem zeige sich, dass die Schneisen quer zur Saatrichtung angelegt werden sollten. Bei der Planung der Schneisen könne sich zudem die Beachtung von im Mais gelegenen Wasserstellen günstig auswirken. Auch das kann ich bestätigen: Sauen lieben es, sich im Mais wenn möglich gleich auch noch zu suhlen. Im vergangenen Sommer stellten wir einen mobilen Sitz halb in den Mais mit Blick auf ein kleines Wasserloch - mit Erfolg. Hinsichtlich der Kosten-Nutzen-Rechnung hat man nach ersten Rechenversuchen, die man noch nicht als repräsentativ werten kann, festgestellt, dass Schneisen bis zu einer Größenordnung von 10% (!) der Gesamtfläche noch mit vertretbarem Aufwand angelegt werden können. Dabei würde sich die Anlegung ab einer effektiv-erreichten Schadensminderung von 4-5 % lohnen.
Schliesslich will man auch bei der Durchführung von revierübergreifenden Drückjagden weiteres Potential sehen. Das wird ja nun seit Jahren als Allheilmittel gepriesen. Ob es wirklich hilft? Schaden kann es jedenfalls im Hinblick auf überhöhte Schwarzwildbestände auch nicht. Nur ist man als williger Pächter stets auch von dem Willen der Nachbarn abhängig. Und da liegt bekanntermaßen oft einiges im argen.
Vor allem ist man sich darin einig, dass gute Ergebnisse nur dann zu erzielen sind, wenn Jäger, Landwirte und Grundeigentümer Hand in Hand arbeiten. Zumindest dem ist nichts hinzuzufügen.
Weitere Informationen findet man in Stefans JagdBlog.
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2 Kommentare:
Die vielzitierte überhöhte Schwarzwilddichte scheint regional doch sehr unterschiedlich zu sein.
Im Bereich des Hunsrücks sind die Erlegungszahlen im laufenden Jagdjahr um 50-80% zurückgegangen.
Und auch aus der Eifel bekam ich eine aktuelle Information, wonach jetzt bei ein DJ mit über 60 Schützen lediglich ein Fuchs auf der Strecke lag.
Daher meine Frage: Schwarzwildschwemme - was ist das???
Stimmt, Was man auf den (Hunsrücker) Jagden im Moment erlebt und was man hört ist doch eine ganz andere Welt als letztes Jahr. Allerdings darf man gespannt sein, wie sich die Bestände angesichts der Mast weiterentwickeln. Im Moment haben wir bei uns weitestgehend vertretbare Bestände. Ob es so bleibt?
Liebe Grüße!
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