Nach einer Nacht mit Neuschnee liegt das Jagdrevier vor einem und man kann darin lesen, wie in einem Buch. Die frischen Fährten zeigen einem genau die Wege des Wildes und ermöglichen es so, Erfahrungen zu sammeln und sein jagdliches Handeln zu optimieren.
Welche Wildarten kommen wo vor im Revier? Wo kommen sie her? Wo wollen sie hin?
Beim Umherstreifen durch die verschneite Landschaft lässt sich also einiges erfahren. Und auf Bildern festhalten, wenn man eine Kamera dabei hat:
Welche Wildarten kommen wo vor im Revier? Wo kommen sie her? Wo wollen sie hin?
Beim Umherstreifen durch die verschneite Landschaft lässt sich also einiges erfahren. Und auf Bildern festhalten, wenn man eine Kamera dabei hat:
- Hasenspur:
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Absolut charakteristisch und nicht zu verwechseln wegen der länglichen Hinterpfoten des Hasen.
- Fuchsspur:
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Die Abdrücke der Pfoten ziehen sich dahin, fast wie an einer Perlenschnur. Deshalb nennt der Jäger das Laufen des Fuchses auch "schnüren". Die Größe der Pfotenabdrücke liegen dabei zwischen der von Hund und Katze und sind im Gegensatz zum Hund eher oval geformt.
- Rehfährte
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Beim Rehwild wird es schon etwas schwieriger. Wenn man unerfahren ist, kann man dazu neigen, die Fährte eines Rehs mit der schwereren Wildes zu verwechseln. Mit etwas Erfahrung passiert dies aber nicht. Als Größenvergleich dient die Zigarettenschachtel. Aber auch hierbei darf man sich nicht täuschen lassen! Hier hat das Reh die Schalen nicht senkrecht aufgesetzt. Durch das schräge Eintauchen in den Schnee wirkt die Fährte dabei größer, als sie eigentlich ist. Dies kommt nach meinen Beobachtungen beim Rehwild häufig vor. Entscheidend ist daher nur Bereich des Abdrucks, der sich unmittelbar auf dem Boden abbildet. Dies ist also hier nur etwas mehr, als Kreis auf der Zigarettenschachtel. Wenn man unsicher ist, kann man sich mit einfachen Mitteln weiterhelfen: Bei meinen (großen) Händen entspricht die Länge der Schalen eines Stück Rehwilds in etwa den ersten beiden Gliedern meines kleinen Fingers. So habe ich stets ein zuverlässiges Maß dabei.
- Saufährte
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Im Vergleich zur Rehfährte fällt sofort die Größe auf. Der Fährtenabdruck ist fast so groß, wie das Zigarettenpäckchen: Das war kein kleines Wildschwein! Aufgrund der Größe ist die Fährte eigentlich nur mit der von Rotwild zu verwechseln. Hier gibt es jedoch einen eindeutigen Hinweis, der für Schwarzwild spricht. Deutlich sichtbar ist nämlich das sogenannte Geäfter. Damit bezeichnet man den Abdruck der Afterklauen. Dies sind zwei Zehen, die sich auf der Rückseite des Laufes beim Schalenwild befinden und wesentlich höher sitzen als die vorderen Schalen. Eben weil sie höher sitzen, drücken sie sich in der Regel nicht mit ab. Anders beim Schwarzwild: Beim ihm ist das Geäfter wesentlich niedriger angesiedelt und ist dementsprechend weitaus häufiger, fast regelmäßig in der Fährte zu finden. Auf den Bildern sieht man es sehr deutlich am linken Rand der Schalenabdrücke. Hinzu kommt, dass das Geäfter beim Rotwild in direkter Linie hinter den Schalen zu finden ist und sich eher punktförmig abbildet, während es bei Wildschweinen deutlich sichelförmig über die Abdrücke der eigentlichen Schalen hinausragt. Das ist auf den Bildern gut zu erkennen.
- Rotwildfährte
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Im Vergleich zum Rehwild fällt sofort wieder die Größe des Abdrucks auf. Allerdings fehlen hier im Gegensatz zur Schwarzwildfährte die Abdrücke der Afterklauen, was den Rückschluss auf eine Rotwildfährte zulässt. Was auffällt ist der Größenunterschied der beiden Abdrücke zueinander. Hier sind zwei Stücke Rotwild entlang gewechselt, ein stärkeres und ein schwächeres. Da die Abdrücke insich nicht übermäßig stark wirken, waren es vermutlich zwei Stück Kahlwild, also weibliches Rotwild und keine Hirsche. Wahrscheinlich handelte es sich um ein Alttier mit Kalb oder einem Schmaltier. Erfahrene Hischfährtenleser werden sich jetzt an den Kopf fassen, denn sie können anhand einer Fährte zumindest nach ihren eigenen Angaben Geschlecht und Gewicht wesentlich genauer bestimmen. Insgesamt ist das eine Wissenschaft für sich. Allerdings wird auch behauptet, dass bei diesem Thema viel Brimborium und Aberglaube vorherrscht. Weil bei uns Rotwild nur sehr sporadisch vorkommt und mir insoweit auch einiges an Erfahrung fehlt, kann ich es jedenfalls nicht genauer bestimmen.
- Der Herrscher des Waldes
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Zum Schluss nun noch das Kapitalste, was der deutsche Wald zu bieten hat: Hart und unerbittlich, kräftig und schnell. Wer hat es erkannt?
Richtig. Ein Eichhörnchen.
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2 Kommentare:
die letzte Beschreibung ist die beste! XD
Jaja... Das gemeine Eichhorn ;-)
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